Bericht des Conseniors Sommersemester 2018

von CB Seidensticker

Anfang des Semesters wurde CB Dreyfus zum Consenior gewählt, bis diese Charge aufgrund seiner Dimission kurz vor Ende des Semesters von CB Seidensticker übernommen wurde. Leider konnte Guestphalia in diesem Semester nur eine Partie stellen, CB Seidensticker focht am zweiten ordentlichen Bestimmtag des Semesters seine erste Partie zur Rechten Hand. Dazu ist jedoch zu berichten, dass in diesem Semester lediglich zwei ordentliche Bestimmtage stattfanden und im SC insgesamt drei Partien ausgetragen wurden. Es besteht große Wahrscheinlichkeit, dass in den Semesterferien noch ein außerordentlicher Bestimmtag zustande kommt oder einzelne Partien auf anderem Wege gefochten werden. In diesem Semester paukten die Renoncen Werner und Patz. Patz befindet sich noch in der Anfangsphase, doch Werner kann zur nächstmöglichen Partie rausgestellt werden. Des Weiteren paukten sich die Corpsburschen Kmiotek, Dehnz, Rösler, Dreyfus, Beck und Seidensticker auf ihre zweiten Partien zur Rechten Hand ein. Kmiotek und Dehnz fielen gegen Ende des Semesters leider beide durch Verletzungen aus, werden aber Anfang nächsten Semesters tendenziell bereit sein. Dreyfus und Beck haben im Semester durchaus Fortschritte in Sachen Tempo und Technik gemacht und wären mit ein paar Wochen regelmäßigen Trainings auch so weit. Rösler war Anfang des Semester beruflich verhindert und hat generell mehr Probleme, da er sich als Linkshänder aufgrund fehlender Kontrahenten im Berliner SC auf rechts einpauken muss. Er hat in den letzten Wochen jedoch deutliche Fortschritte gemacht und wäre auch ein Kandidat für einen eventuellen aoBT. Seidensticker ist an sich für seine zweite Partie eingepaukt, kommt jedoch aus zeitlichen Gründen wahrscheinlich nicht für einen aoBT infrage. Des Weiteren werden im nächsten Semester die Corpsburschen Gonta, Hahnfeld und Hanz wieder am Paukbetrieb teilnehmen. Zur Paukausrüstung ist zu sagen, dass nach der längeren Diskussion beim FCC und zahlreicher Kritik am neuen Mensurplastron schließlich ein neues Kettenhemd durch iaCB Heinrich beschafft wurde.




Bericht des Subseniors Sommersemester 2018

von CB Seidensticker

Im Sommersemester übernahm schließlich CB Beck die Aufgaben des Drittchargierten, welche nach dessen Dimission für einen Monat von CB Seidensticker übernommen und schließlich für die letzten zwei Wochen an CB Dehnz übergeben wurden   Erfreulich ist zunächst, dass die Arbeiten im kürzlich renovierten Badezimmer der Aktivenetage mit der Installation von Bewegungsmeldern, Spiegeln und einer Belüftungsanlage nunmehr abgeschlossen sind. Die ökologische (und ökonomisch sinnvolle) Anpassung des Hauses macht weiterhin Fortschritte, da auch die Installation von automatischen Thermostaten im ganzen Haus im vollen Gange ist.   Doch die Sauberkeit und der Umgang mit dem Bad lässt oft zu wünschen übrig. Ebenso verhält es sich mit vielen der Aktivenzimmer. Die Aktiven erstellten im vorigen Semester zwar einen Putzplan, doch da dieser auf Vertrauensbasis seinen Zweck leider nicht erfüllte, wurden wöchentliche Kontrollen der Putzdienste und besonders der Aktivenzimmer eingeführt. Seitdem hält sich die Unordnung adH in einem überschaubaren Rahmen.   Positiv anzumerken ist aber die Tüchtigkeit der Aktiven, wenn es um gemeinsame Vorbereitung von Veranstaltungen geht. So ist besonders der Garten anzumerken, der in zahlreichen Stunden hergerichtet, von Kronkorken befreit und gepflegt wurde.   Die Glasscheibe im Bismarckzimmer, welche bei der Silvesterfeier zu Bruch ging, wurde vor kurzem ersetzt und derzeit sucht der CC Kontakt mit dem verantwortlichen Gast zwecks Übernahme der Rechnung. Da dieser sich bis jetzt nicht zurückgemeldet hat, ging nunmehr ein Brief des CC an seine Korporation.   Außerdem ist Anfang dieses Semesters die Scheibe in der Eingangstür zu Bruch gegangen, hier konnte jedoch kein Verantwortlicher ausfindig gemacht werden. Auch diese wurde bereits ersetzt.   Ferner ist zum Hausstand zu berichten, dass die Spülmaschine und der Ofen ersetzt werden mussten. Dem kaputten Ofen lag erneut ein technischer Defekt zugrunde, weswegen hier an einer langfristigen Lösung gesucht wird.   Zum Schriftverkehr ist nur zu sagen, dass Rundschreiben und Briefe im GoogleDrive-System nach wie vor hinterlegt sind, dieses System hat sich bewährt.




Bundestagsführung mit Herrn Johannes Kahrs MdB Sommersemester 2018

von CB Seidensticker

An einem sehr sonnigen Montag im Mai, fand sich eine Gruppe von 10 Corpsbrüdern und Begleitungen vorm eindrucksvollen Paul-Löbe-Haus ein. Da die Außentemperatur bei circa 30 Grad lag und die öffentlichen Verkehrsmittel den Ein oder Anderen im Stich ließen, waren alle Beteiligten froh, als endlich die Letzten eintrafen und das klimatisierte Gebäude betreten werden konnte. Nach weiteren 15 Minuten an der Sicherheitskontrolle – Auch diese verlief nicht so reibungslos wie erhofft – wurden wir ins Mittelschiff gelotst, in welchem wir nicht lange auf unseren Gastgeber Herrn Johannes Kahrs warten mussten. Nachdem dieser es bereits in seiner kurzen Begrüßungsrede schaffte, die Stimmung durch den ein oder anderen Seitenhieb in Richtung von Ko-Politikern aufzulockern, ging es zum Anfang in das Büro des Abgeordneten. Dort angekommen erzählte er kurz von sich selbst und seinem Werdegang, wobei er sich uns als Hamburger Wingolfit offenbarte. Im Anschluss stellte er sich den aufkommenden Fragen, wodurch sich das Gespräch noch ca. 20 Minuten um das Arbeitsklima im Abgeordnetenhaus, den Reichsbannerverein, Rüstungsausgaben und den BER drehte. Als quasi Berufsredner ließ Kahrs es jedoch nie langweilig werden und verstand sich auch hier wieder darauf, durch Sticheleien an den richtigen Stellen, den ein oder anderen Lacher zu erzeugen. Schließlich setzten wir unsere Tour fort und wurden zuerst einmal in die Katakomben des Paul-Löbe-Hauses geführt, von denen eine Unterführung direkt ins Reichstagsgebäude führt. Nachdem er uns dort das „Fundament des Parlaments“ (Eine Kunstinstallation mit je einem benannten Stein pro Abgeordnetem seit der Weimarer Republik) gezeigt hatte, musste Herr Kahrs uns leider verlassen. Die Führung durch die Räume des Bundestages wurde von seinem Assistenten fortgesetzt, welcher seinem Vorgesetzten in puncto kleiner Geschichten und absurden Fakten in nichts nachstand. Nächster Halt war die interreligiöse „Kapelle“ des Bundestags, welche so ausgestattet und konstruiert ist, dass man sie je nach Bedarf in einen Gebetsraum aller großen Weltreligionen verwandeln kann. Mit ihren eindrucksvollen Kunstwerken und dem erstaunlichen Konzept, bot sie einen Moment zum Innehalten und Umschauen. Anschließend durften wir aus Sicht der Abgeordneteneingänge einen Blick auf das Herz des Reichstags, den Plenarsaal, werfen. Neben schwitzenden Touristengruppen auf den Rängen gab es hier vor Allem die Sitze im eigens entworfenen „Bundestagsblau“ zu sehen. 10 Meter weiter stießen wir schließlich auf ein kleines Highlight der Führung, einen Wasserautomaten. Denn obwohl kühler als draußen, hatte es vermutlich trotzdem um die 25 Grad im Gebäude, sodass die Erfrischung gerade Recht kam. Nachdem unser Durst gestillt und die Quelle beinahe versiegt war, setzten wir unseren Weg in die höheren Stockwerke fort. Aus dieser Perspektive durften wir erneut einen Blick auf den Plenarsaal werfen, bis es abschließend in die anliegenden Versammlungsräume der SPD ging. In Anschluss an eine kurze Dankesrede begaben sich schließlich alle gemeinsam auf die Dachterrasse, um diese interessante Führung mit dem Blick über Berlin ausklingen zu lassen.





Weinprobe bei u. lb. AH Bock I Sommersemester 2018

von CB Dehnz

Am Freitag, den 25. Mai im Sommersemester 2018, begaben sich die sechs Aktiven: Ren. Werner, CB Beck, CB Seidensticker, CB Dreyfuß, CB Dehnz und der wie immer leicht zu spät kommende CB Rösler bei hochsommerlichen Temperaturen in den Tietzenweg, um bei unserem lb. AH Bock I einen deliziös gastronomischen Abend erleben zu dürfen. Nach einer feuchtfröhlichen Begrüßung, zu der sich noch iaCB Andrée gesellte, konnte man am gedeckten Tisch auf dem Balkon Platz nehmen. Das Unterfangen stand unter dem Stern der Horizonterweiterung über das Wissen von Wein und Kultur, was für den ein oder anderem von Nöten war. AH Bocks Frau sorgte für die kulinarische Untermalung. Der erste Gang bestand aus Bruschetta, Vitello tonnato und diversen Aperitifhäppchen. Zwischen den Gängen wurden jeweils neue Sorten Wein vorgestellt je nach Abfülldatum und Weinregion. Das Programm begann mit der Verkostung von mehreren Rosé- und Rotweinen bei dem sich für mich der Château Rolland de By aus dem Bordeaux mit seiner seidenweichen Tannine, die in ständiger Korrespondenz mit seinem vielschichtigen Körper stehen, herausstach. Einen Spucknapf und Wasser zur Neutralisierung der Geschmacksknospen waren aus kostentechnischer Sicht eher eine Verschwendung. Der anschließende Hauptgang, selbstgemachte Trüffelravioli, brachte auch den verwöhntesten Aktivengaumen zum Schwärmen. Nachdem sich CB Rösler zum x-ten Mal nachgenommen hatte konnten wir mit leichten Weißweinen von der Mosel und Co. das Abendprogramm weiterführen. Hierbei ist der folgende Riesling zu erwähnen: Der vom Weingut Van Volxem von der Saar ansässige ist aus ca. 30 Jahre alten Reben von traditionellen Steillagen aus feinsten Schiefer von Hand gelesen. Er begeistert mit eigenständiger, nie da gewesener, hoch delikater Frucht, edler Würze und einem finessenreichen, erinnerungswürdigen Nachhall. Nach der Übergabe einer kleinen Aufmerksamkeit als Dankeschön unsererseits (siehe unten) durfte jeder sich nach seinem eigenen Geschmack Weine aussuchen, um sie bis ins letzte Detail studieren zu können. Selbstgemachtes Tiramisu rundete den gastronomischen Teil des Abends ab. Die Messe war damit natürlich noch nicht gelesen denn mit dem Fortschreiten des Abends wurden die Zungen weiter gelöst und interessante als auch lustige Gesprächsthemen keimten auf. Als besonderes Highlight des Abends wurde ein Weißwein ausgepackt, welcher von natürlicher Süße nicht mehr zu übertreffen ist. Der 2011 Chateau Guiraud aus dem Sauternes
ist sehr reich und hat eine wunderbare Säure am Ende. Dichte Botrytis und eine kräftige Struktur gehen mit den Aromen von Honig und Marmelade einher. Des Weiteren wurden Zigarren und Whiskeys von unserem lb. AH Bock angeboten. Als Aktivitas bedanken wir uns ganz herzlich auch bei Bocks Frau für diesen wunderschönen Abend. Wir hoffen das dieses Erlebnis auch zukünftigen Generationen nicht vorbehalten bleibt!





Themenabend: Unternehmertum in Berlin mit Herrn Christoph Tophinke Sommersemester 2018

von CB Rösler

Zu ein paar kühlen Getränken in gediegener Atmosphäre luden am Freitag, dem 04.05. unsere lb. Westfalen den Unternehmer und ausgebildeten Herrenschneider Christopher Tophinke aufs Haus. In gut gefülltem Kneipsaal unterhielten sich unser lb. CK Lammert und der im Jahre 2000 aus Hamburg eingewanderte Gast des Abends über die Tücken und Freuden des Modegeschäfts und tauschten so manche Anekdote aus der über 15-jährigen Geschichte des Chelsea Farmer’s Club miteinander aus. So konnten aufmerksame Zuhörer bald die verschiedenen Typen Kundschaft auseinanderhalten, die je nach Bezirk ganz unterschiedlich anzutreffen sind; von Schuhdogmatikern und Kleider-Set-Sammlern in Charlottenburg zu komplett Unbedarften und von ihren Ehefrauen Eingekleideten im Prenzlauer Berg und anderswo. Herr Tophinke stellte sich mit der Aussage vor, Mode würde ihn gar nicht interessieren, zumal er keine Ahnung davon habe und er viele Dinge viel interessanter fände. Der gelernte Schneider hätte damals schlicht aus „extremer Langeweile heraus“ und aus der Not geboren, da es um die Jahrtausendwende keine gehobene Herrenbekleidung in Berlin gegeben hätte, seinen ersten Laden gegründet. Im Verlaufe des Abends wurde auch die Philosophie und das Erfolgsrezept des ehemaligen TV-Mannes und Regie-Assistenten deutlich, der zwischenzeitlich einen der beiden schmucken „Leuchttürme“ am Frankfurter Tor bewohnte; wie man erfahren durfte, lässt er seinen Kunden Zeit und Raum sich selbst zu entdecken, statt Ihnen Vorschriften nach der Feder gewisser selbsternannter „Modepäpste“ zu machen. Für ihn zählt neben dem persönlichen Geschmack eine gewisse Leichtigkeit, die man in englischen Modebüchern finden kann, die Freude am Probieren und das Spiel mit Konventionen, die man nicht zu genau nehmen sollte. So lässt er seinen Kunden stets etwa zehn Minuten Zeit sich in seinem Geschäft umzusehen, bevor er sie anspricht, veranstaltet gern Grillabende vor seiner Ladentür und tut im Allgemeinen viele Dinge, die mehr mit dem Lebensgefühl eines Bonvivants zu tun haben, als mit dem biederen Image eines Modegeschäftes. Nach einer heiteren Fragerunde, bei der neben den versiertesten Mode-Enthusiasten unter unseren Corpsbrüdern auch eher Unerfahrene die Möglichkeit wahrnehmen konnten ihre Fragen los zu werden, lockte schon ein köstliches Buffet im Bismarckzimmer unsere Gäste zu lockeren Gesprächen bei Appetithäppchen und prickelnden Getränken, aufs feinste vorbereitet durch unsere fleißigen Füchse. Mit Vorfreude blicken wir auf die nächsten Vortragsabende adH!